Basteln und Tüfteln geht auch zu Hause: Stereo-Lochkamera

Fotografieren ist zur Zeit Einschränkungen unterworfen, und gute Fotograf.innen machen daraus eigenständige, kreative Projekte, wie zum Beispiel https://stayathome.photography, ein  inspirierendes und faszinierendes Dialogprojekt, bei dem immer zwei Fotograf.innen aus zum Teil sehr unterschiedlichen Teilen der Welt in einen Bilderdialog treten. Und Analogfotograf.innen treffen sich „im Labor“, respektive auf Instagram unter dem Hashtag #idevelopathome.

Was natürlich ebenfalls immer noch möglich ist, wenn man zu Hause bleiben muss, ist Basteln und Tüfteln. Schon vor  längerer Zeit habe ich mir vorgenommen, eine Stereo-Lochkamera zu basteln – und heute ist sie endlich fertig und erfolgreich getestet worden.

Stereolochkamera aus Karton, schwarz bemalt. Abstand der Löcher 6.5 cm

 

Innenleben mit Bildtrenner

Das erste Bild ist ein #stayathome-Bild, unser Garten.
Belichtungszeit bei Mittagssonne: 30 Sekunden; Positiv 4-5 Sekunden.

Der weisse Strich in der Mitte kommt vom Bildtrenner – den muss ich noch etwas richten!
Das Positiv. Der Stereoeffekt stellt sich natürlich nur mit Betrachter ein.

Das Papierpositiv muss dann noch zugeschnitten werden für den über 100 Jahre alten Stereobetrachter, auf das Format 7 x 13 cm – und die beiden Bilder müssen noch den Platz wechseln!

So alt, dass er vermutlich eigentlich für Glaspositive gebaut wurde – es klappt aber auch mit Papierabzügen tadellos!