2019 gesehen: Kino, Theater, Ausstellungen, Serien

Kino

  • Shoplifters. / Über ein bisschen Halt im Haltlosen.
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  • RBG. / Dokumentarfilm – amerikanisches Heldinnenepos, aber schon sehr beeindruckend.
  • Il miangiatore di pietre. / Düster, schweigsam, dramaschwer. Zum Glück sind Bergler nicht wirklich so.
  • Tel Aviv on Fire. / Viel abgründiger als die Beschreibung erahnen liess. Und dennoch grossartig lustig.

Theater

  • The Situation, Maxim Gorki-Theater, Berlin. / Relevant, lustig,
  • Frankenstein, Schauspielhaus Zürich. / Eher Multimediavortrag als Theater. Für ZuschauerInnen mit Philosophiestudium und etwas Vorwissen zur Geschichte von Sience Fiction und KI anregend, für alle anderen wohl überladen und schwer  verständlich.
  • Viel gut essen, Rabenhof-Theater, Wien. / Von Sibylle Berg selber adaptierte Fassung mit Band (Kreisky) und Chor. Anfangs wahnsinnig lustig, dann je länger je mehr nur noch wahnsinnig. Und auf eine sehr gut Art sehr laut.
  • Balkan Baby, K.R.U.S.K., Gessnerallee Zürich. / Das Gespenst einer internationalen Arbeiter*innenklasse geht um in Europa und wird zum Verschwinden gebracht. Und die nicht aufgeschriebenen Geschichten der Angehörigen der Arbeiter*innenklasse erscheinen gespenstisch auf der Bühne. Ganz grosse (Arbeiter*innen-) Klasse!

Ausstellungen

  • Hamburger Bahnhof, Berlin: Sieben Ausstellungen auf einen Streich. The Demon’Brain von Agnieska Polska ist eine riesige Videoinstallation, eine ganze Geleisehalle voll, die man auf Schaumstoffmatten liegend reinziehen kann – aber das, was gemäss Beschreibung Thema war, konnte ich in den Filmen nicht wiederfinden;How to talk with birds, trees, fish, shells, snakes, bulls and lions will sich kollaborativ und interdisziplinär mit den „wechselseitigen Beziehungen zwischen Menschen und anderen Lebewesen“. Einzelne Beiträge waren leider nicht kollaborativ, sondern übergriffige Selbstbedienung an indigenem Kulturgut. Und in der Skulturenausstellung „Der Elefant im Raum“ habe ich die esoterische Seite von Beuys kennen gelernt.
  • Konkrete Gegenwart, Haus Konstruktiv. Und wieder wie immer: Konkrete Kunst macht mich einfach glücklich. Ich weiss gar nicht recht, wieso. Der Spiegelsaal von Timo Nasseri hat nicht nur mich gefesselt.
  • Kunsthaus Zürich, letsmuseeum: Tour „Selbstmord, Geld und Olivenöl. / Cool, cool, cool. Ein frischer Blick auf Geschichten und Geschichtchen um ausgewählte Kunstwerke der Sammlung und die Geschichte des Hauses selber.
  • Kunsthistorisches Museum Wien: Spitzmaus Mummy in a Coffin and other treasures. / Der Grund für unsere Wien-Reise. Aber ich war ein bisschen enttäuscht: Zu mir „sprach“ die Nebeneinanderstellung der Objekte leider nicht. So blieb es reines Sammelsurium ohne Erläuterungen – oder, wie in der „Zeit“ zu lesen war, „Rares für Bares ohne sonderlichen Erkenntniswert„. Obwohl – es war schon amüsant, zu beobachten,, wer auf die Knie ging, um die ganz auf Bodenhöhe präsentierte Figur des auf einer goldenen Schildkröte reitenden Hiobs von Nahem betrachten zu können – und wer nicht.
  • Belvedere Wien: Stadt der Frauen. / Über in den 30er Jahren bekannte, prägende und relevante Künstlerinnen, die aber einfach aus dem Kanon verschwunden sind. Sehr zu unrecht. Nur schon die wunderbare Skulptur „Hexe bei der Toilette für die Walpurgisnacht“ von Teresa Feodorowna Ries, die 1896 einen Skandal ausgelöst hatte, war den Besuch mehr als wert!
  • Kunsthaus Zürich: Fly me to the moon. / Weder Fisch noch Vogel, biz Kunst, biz pseudophilosopie, biz historische Ausstellung – etwas fokussierter wäre besser gewesen. Eine Ausstellung ist kein Essay.Grossartig nerdig jedoch: Earth moon back, grossartig frech Gianni Mottis „First step in Belgium.

Serien

  • Broadchurch (ITV). / Zum Glück haben wir keine Geschworenenprozesse!
  • Die Brücke. / Schräg, grau, beeindruckende Kamera, toller Einsatz von Musik, aber für meinen Geschmack zu brutal.
  • The Wire. /
  • The Umbrella Acadamy. / Solche Sachen müssen von Zeit zu Zeit einfach sein…
  • Star Treck Discovery, Staffel 2. / War fast zwei Staffeln lang grossartig – um bei der grossen Auflösung mit dem billigsten dankbaren Erzähltrick gang ganz tief abzufallen.