2019 gelesen

  • Virginie Despentes: Vernon Subutex I. / Bilderbogen, Panoptikum, Einblicke. Eine Reise mit lautem Soundtrack, ein Musiklehrgang (auf Spotify).
  • Wolf Haas: Junger Mann. / Unglaubwürdig reifer Erzähler und ermüdend witzig. Hätt‘ er nicht Kindheitserinnerungen bedient (Onedin-Line!), ich hätt‘ den Roman nicht fertig gelesen.
  • Johanna Maxl: Unser grosses Album elektrischer Tage. / Metatextuelle Erkundung des overloads unserer vernetzten Gesellschaft (Die Zeit) – oder postmodern-manieristischer höherer Blödsinn?
  • Alejandro Zamba: Multiple choice. / Interpretationsvorschläge verändern den Blick auf einen Text. Eine (im besten Sinn) verunsichernde Leseerfahrung.
  • Edouard Louis: En finir avec Eddie Belleguele. / Im zentralistischen Frankreich ist Armut weniger versteckt als bei uns, weil sie ganze Dörfer trifft. Liest sich wie eine Geschichte, die bei uns vor zwei Generation hätte passiert sein können.
  • Edouard Louis: Wer hat meinen Vater umgebracht./ Das Politische ist privat. Auf die sozial Schwachen wirken politische Entscheide unmittelbar ins tägliche Leben.
  • A.L.Kennedy: Süsser Ernst. / Hat mich nicht berührt, obwohl die sehr, sehr langsame Erzählweise schon faszierend ist. Nicht fertig gelesen.
  • Aura Xilonen: Gringo Champ. / Ein rasantes Märchen mit ziemlich gutem Ausgang über Einwanderung in die USA aus der Perspektive eines jungen, bildungs- und kampfhungrigen Mexikaners, der sich die Welt und die Sprache eigenwillig aneignet.
  • T.C. Boyle: Das Licht. / Irgendwie ist es immer etwas dasselbe in anderen Farben: Eine vielversprechende Idee scheitert an den Menschen, die sie umsetzen. Das unaufhaltsame Schlittern in die zwischenmenschliche Katastrophe.
  • Annie Ernaux: Die Jahre. / Eine Autobiographie, in der die porträtierte Personals exemplarisches „Kind ihrer Zeit“ im Strom der Zeit verschwindet. Ein Panorama davon, was es heisst, (als gut ausgebildete Frau) in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts in Frankreich gelebt zu haben.
  • Sibylle Berg: GRM Brainfuck. /