2018 gesehen: Kino, Theater, Ausstellungen

Kino

  • Die vierte Gewalt.// JournalistInnen sind HeldInnen! 😘
  • Glow. // Kommt nicht oft vor, aber der Film war so schlecht – raus in der Pause! Habe es nicht ausgehalten, wie alte WeggefĂ€hrtinnen von Lady Shiva als lachhafte alte TrottelInnen vorgefĂŒhrt wurden.
  • Western. // Schweigende Deutsche Bauarbeiter mit und ohne Vorurteile in Bulgarien.
  • The Post.// Journalisten sind Helden! 😘
  • Ready Player One // Hat Drive, ist spannend, aber es fehlen ein paar Schichten, die das Buch wichtig machten.
  • In den GĂ€ngen // Interessant erzĂ€hlt, eine sehr schweigsamer Film. Etwas zu arbeiterromantisch: Die sind alle immer so lieb zueinander.
  • Solo // Zwei Stunden gut unterhalten, aber wirklich, liebe UntertitlerInnen: „wookie-umpf“ mit Wookie-Kraft ĂŒbersetzen? „umpf“ hat mehr umpf als „Kraft“. Und nĂ€chstes Mal erkundige ich mich vorher, ob’s echtes 3D oder nachgerechnetes ist. Fake 3D sieht einfach bloss aus wie ein schlecht gerendertes Computerspiel.

Theater

  • Lugano Paradiso, Theater St. Gallen // EindrĂŒcklich: Das bespitzelt werden nachvollziehbar gemacht dadurch, dass die SchauspielerInnen anfangen Personen aus dem Publikum zu beschreiben.
  • Die Hauptstadt, Theater Neumarkt ZĂŒrich // Interessante Umsetzung eines Romans, gekonnter Einsatz von Technik, aber bleiben tut mir in erster Linie die grauenhaft unbequeme Bestuhlung. Eine Zumutung.
  • Hello Mr. McGuffin, Schausspielhaus ZĂŒrich, Schiffbau // Wie wenn eine Maturaklasse Hitchcock durchgenommen hĂ€tte und dann statt einer Abschlussarbeit ein StĂŒck verfasst hĂ€tte, in dem alles Gelernte vorkommen muss, damit es eine gute Note gibt.
  • Theater Kanton ZĂŒrich: Sommernachtstraum // Auch einen „sicheren Wert“ kann man so spielen, dass Überraschungen drin sind: Die Textadaption! Die Musikeinlagen!! Die Nebelmaschine!!! Puck!!!!
    Und noch saftiger kann man das vermutlich gar nicht spielen.
  • Der Drache, Jewgenj Schwarz, Klassikertage Wismar // 1943 unter Stalin verboten, und leider immer noch ziemlich aktuell. Eine Komödie ĂŒber Macht und Bequemlichkeit und Helden, auf die niemand gewartet hat.

Ausstellungen

  • One Truth, GepĂ€ckausgabe Glarus. // Nachdenken ĂŒber die Grenze zwischen SachbeschĂ€digung und Kunst.
  • Your north is my south, Museum fĂŒr neue Kunst Freiburg i.Br. // Habe endlich verstanden, wie das mit der Blockchain geht!
  • War Games, Martha Roser und Hito Steyerl,Kunstmuseum Basel: Unvermittelt reduziert auf Ă€sthetisch- hermetisch-elitĂ€r. Schade drum. Fuck hell yeah! we die.
  • Der Pfeil, GepĂ€ckausgabe Glarus: Monochrom, monoton, lang: die Ausdauer den Publikums auf die Probe stellen geht in Glarus lĂ€nger als in ZĂŒrich.
  • KKLB Landessender BeromĂŒnster: FĂŒhrung Wetz & Rochus Lussi. // Kunstvermittlung als Gesamtkunstwerk!
  • Gianni Motti, Ex-position, Helmhaus ZĂŒrich. // Ă€hm… Stacheldraht und Pflastersteine? In einem stĂ€dtischen Haus? Echt jetzt? Etwas zu banal fĂŒr einen KĂŒnstler dieses Kalibers.
  • Ilya und Emilia Kabakov: Two Times, Kunsthalle Rostock. // Etwas ĂŒber sowjetische Konzeptkunst gelernt, diese alten Sachen fand ich viel spannender als die neuen, eher etwas platten Installationen und als die two-times-Bilder. In Hamburg dann in einer Antiquariatsauslage ein altes Kabakov-Buch gefunden, schöner Zufall.
  • Gerda Steiner & Jörg Lenzlinger: Too early to Panic, Museum Tingely. // Allerlei WahrnehmungsverĂ€nderndes zum Ausprobieren. und ich bin auf Lebzeiten geimpft mit einem Schönheit- Wahrnehmungs- VerstĂ€rkungs-Virus.
  • Teresa Burga: Aleatory Pictures, Migros Museum fĂŒr Gegenwartskunst. // Feministische Pop Art aus Peru und das fantastische Bild, das verschwindet, wenn man sich ihm nĂ€hert.